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: „Erinnerung lebendig halten – Rechtsstaat verteidigen – Demokratie stärken“

Wenn der Großteil einer Gesellschaft Unrecht und Ausgrenzung zulässt, kann Ungeheuerliches geschehen. Dies führt uns die Zeit des Nationalsozialismus deutlich vor Augen. Aus der Verantwortung, Vergleichbares nie wieder geschehen zu lassen, basiert unser Grundgesetz, in dem die freiheitlich-demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft festgeschrieben sind. Allerdings –auch das lehrt uns die Geschichte sowie auch die Gegenwart – sind die demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft nicht unerschütterlich. Auch sie sind in Gefahr, angegriffen und zerstört zu werden. Deshalb müssen sie immer wieder von Neuem verteidigt werden. Insbesondere die junge Generation ist gefordert, mit ihrem Engagement sich für die Stärkung der Demokratie und für die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen.

Wenn der Großteil einer Gesellschaft Unrecht und Ausgrenzung zulässt, kann Ungeheuerliches geschehen. Dies führt uns die Zeit des Nationalsozialismus deutlich vor Augen. Aus der Verantwortung, Vergleichbares nie wieder geschehen zu lassen, basiert unser Grundgesetz, in dem die freiheitlich-demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft festgeschrieben sind. Allerdings –auch das lehrt uns die Geschichte sowie auch die Gegenwart – sind die demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft nicht unerschütterlich. Auch sie sind in Gefahr, angegriffen und zerstört zu werden. Deshalb müssen sie immer wieder von Neuem verteidigt werden. Insbesondere die junge Generation ist gefordert, mit ihrem Engagement sich für die Stärkung der Demokratie und für die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen. Vor diesem Hintergrund ist die Pflege der historischen Erinnerung und die Pflege eines kritischen Geschichtsbewusstseins bedeutsam und unerlässlich. Der italienische Autor und Holocaustüberlebende Primo Levi (1919-1987) hat dies so formuliert: „Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen. Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“ Mittels Vorträgen, Filmbeispielen und Diskussionen wollen wir bei diesem Seminar für Stipendiatinnen und Stipendiaten besonders folgende Fragen stellen und diskutieren.

  • Wie kann es gelingen, insbesondere bei jungen Menschen, Interesse für die eigene Geschichte zu wecken?
  • Wie können junge Menschen sich für die Demokratie und unseren Rechtstaat einsetzen?
  • Wie kann das Erinnern in Zukunft gestaltet werden?

Weitere Informationen und Seminarleitung

Ablauf:

27. 8. 2019: Eröffnungsreferat zum Thema „An die Geschichte erinnern und gemeinsam an der Zukunft bauen“, Prof. Winfried Nerdinger, Gründungsdirektor des NS- Dokumentationszentrums München

28. 8. 2019: Referent: PD Dr. Johannes Schmitt, Theater-und Filmwissenschaftler

29. 8. 2019: „Mit Zivilcourage und Mut für Meinungsfreiheit und Gewissensfreiheit in totalitären Staaten – dargestellt am Beispiel des kirchlichen Widerstands“: Dietrich Bonhoeffer

30. 8. 2019: „Zur Neubesinnung der Nachkriegsdemokraten: Haben wir Deutsche etwas aus der Vergangenheit gelernt?, Referent: PD Dr. Johannes Schmitt, Theater-und Filmwissenschaftler

31. 8. 2019: „Ethik demokratischen Denkens: Zum Menschenbild einer Gesellschaft aus Freien und Gleichen“, Referent: PD Dr. Johannes Schmitt, Theater-und Filmwissenschaftler

1. 9. 2019: „Nicht dabeistehen, sondern Engagement zeigen für Frieden, Freiheit, Menschenrechte und Demokratie“, Abschluss-Podiumsdiskussion zum Thema des Seminars (Podiumsteilnehmer stehen noch nicht fest)

Seminarleitung:

PD Dr. Johannes Schmitt, MA, Theater-und Filmwissenschaftler

Johannes Schmitt (geb. 1959) absolvierte sein Magisterstudium in den Fächern Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Christliche Archäologie an der Universität Erlangen-Nürnberg und TV-Journalismus an der Hochschule für Philosophie in München. Die Promotion ("Kunst des Fernsehens?") erfolgte 1990, die Habilitation im Fach Theater- und Medienwissenschaft ("Spielfilme im Vergleich") im Jahr 2002.
Diverse Tätigkeiten: Bis 1998 Leiter des Medienstudios der Philosophischen Fakultät der Universität Erlangen. Mitbegründung des Stummfilm-Musik-Festivals Erlangen etc.
Seit ca. 15 Jahren in der politischen Bildung tätig. Forschungsschwerpunkt: Politische Kommunikation und Propaganda.

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